Samstag, 6. November 2010

"Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

284 Seiten
ISBN 9783716026489
Arche-Verlag
Preis:
gebundene Ausgabe

Ein Kind wird 1796 geboren, in einer Zeit, in der viele Menschen Hunger leiden mussten. Klein und kaum eine Chance, zu überleben. Und doch... Ignaz Machandel lebt. Und wie. Stets hungrig, doch die Brust der Mutter lehnt er ab. Dafür nimmt er alles andere, was er erhaschen kann, in den Mund, ißt, schmeckt, probiert. Seinen Holzlöffel hat er von klein auf dabei, gibt ihn nicht mehr her. Ein seltsames Kind, klein wie ein Zwerg und den Menschen unheimlich. Unheimlich, weil es dank ihm in seinem Umfeld immer etwas zu essen gibt. Er leckt an allem, probiert Käfer, Steine, Kohle, einfach alles.

Als er in einer Klosterküche Arbeit findet, eröffnet sich ihm eine ganz neue Welt voller Düfte, Aromen, Geschmäcker. Und so erlernt er die Kunst des Kochens. Doch sein Streben geht immer weiter, er will mehr, will ein großer Koch werden und so geht er nach Paris. Auch dort hat er es nicht einfach, die Menschen wissen nicht, was sie von ihm halten sollen. Klein und bucklig, aber groß an der Gabe des Kochens, des Kreierens, des Gaumenkitzels. Und sein Weg führt ihn weiter und weiter...

Mein Fazit

gut

Ein interessantes Buch, ohne jede Frage. Aber es gibt mir einfach zu viele Parallelen zu "Das Parfum". Nur, dass es eben um die Welt der Speisen geht, und um deren Zubereitung. Zudem erinnert es mich irgendwie sehr an das Märchen "Zwerg Nase".

Und auch hier findet sich Mord und Gier wieder, um an bestimmte Aromen und Düfte zu gelangen, um zu experimentieren, um ein anderer zu sein, als die Menschen eigentlich sehen.
Geyersbach eröffnet uns mit seinem Roman eine Welt voller Köstlichkeiten, aber auch einiges an ekeligen Dingen, die man im Traum nicht in den Mund nehmen würde. Dementsprechend sind einige Momente in ihrer Beschreibung nicht gerade ansprechend.
Selbstverständlich bekommt auch die Liebe ihr Recht, die Machandel eigentlich wegen seines Wesens unerreichbar scheint.
Insgesamt ein Roman, der sich leicht und zügig lesen läßt, aber einmal ist genug.

Der Autor
Der 1969 geborene Autor Ulf Geyersbach hat schon jahrelange Verlags- und Literaturbranchenerfahrung. Nach seinem Studium war er zunächst in verschiedenen Verlagen und Literaturagenturen weltweit tätig.

Mittlerweile arbeitet er aber als freier Lektor und schreibt, wie man sieht, auch selbst Bücher. Nebenbei ist er ebenfalls in der Zeitungsbranche tätig und veröffentlicht etwa in der FAZ und im Stern.
Quelle: lovelybooks

Kommentare:

  1. Obwohl du das Buch nur durchschnittlich bewertet hast, hört es sich sehr interessant an, obwohl oder weil es dich auch an das Parfum erinnert hat, das Buch finde ich nämlich sehr gut. Du hast nicht zufällig vor es zu verkaufen oder zu vertauschen ;) Wenn ja, dann melde ich hiermit mein Interesse bei dir an :D
    Liebe, wenn auch verregnete, Wochenendgrüße! Anette

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  2. Da hab ich schon bei deiner Beschreibung an das Parfum gedacht.

    Klingt allerdings etwas interessanter als das Parfum ;)

    Liebe Grüße

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  3. Hm, mich interessiert das Buch trotzdem immer noch. Auch wenn ich Das Parfüm gar nicht mochte.

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  4. Wow, Du bist durch. Ich immer noch nicht ... leider. Ich komme nicht voran, für mich ist es ein "Kampf". Dabei habe ich es im Rahmen einer Testleserunde erhalten und den Autor finde ich durchaus sympathisch.

    Ach je ...

    Falls Du das Buch nicht an "KATZE MIT BUCH" gibst, kann sie sich ja an mich wenden *lach*

    Lieben Gruß,
    Svenja

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  5. @Katze mit Buch
    Du hast eine Mail von mir bekommen.
    @Moon
    Das Parfum hab ich verschlungen, das hier ist anders und doch ähnlich
    @friedelchen
    1x lesenswert auf jeden Fall
    @Svenja
    du kannst dein Buch bestimmt Friedelchen anbieten ;o).Ich hatte es vorher von Tanja ertauscht bekommen, sie war bei der LB-Testleserunde dabei.

    Liebe Grüße euch allen

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  6. Ich verleihe dir hiermit den Blog-Award! http://bit.ly/9B2u1B

    Viele liebe Grüße Autorin Annette Eickert :-)

    www.autorin-annetteeickert.de

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  7. Hallo liebe Dampflock Petra! ;) Ich hoffe dir geht es ein wenig besser. Oder baust du immer noch Türme und Pyramiden aus Taschentüchern? Der Lesemarathon war schön. Schade das du und auch Sabine nicht dabei wart, denn wir hatten euch vermisst. Heute hatte ich eine 1a Migräne, so das ich mein Endfazit auf Morgen verschieben werde. Jetzt gerade geht es mir ein wenig besser. Trotz der Schmerzen quälte ich mich am späten Nachmittag nach draußen, was eigentlich sehr schön war. Ein paar schöne Motive habe ich mit meiner Kamera aufgefangen und festgehalten. *LASS DICH KNUFFEN* - Hoffentlich war dein Sonntag auch ein sonniger. Deine Tanja

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  8. PS: Morgen muss ich unbedingt ein Herzchen vergeben...
    doch jetzt schleich ich geschwind in mein kuschelig warmes Bettchen! ;)
    Gute Nacht!

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