Freitag, 26. November 2010

"Sorry" von Zoran Drvenkar

398 Seiten
ISBN 9783550087721
Ullstein-Verlag
Preis: 8,95€
Taschenbuch

Wow... schon nach den ersten Seiten musste ich kurzfristig überlegen, ob ich abbrechen soll. Nicht etwa, weil es mir zu langweilig wäre; nein, eher das Gegenteil ist der Fall gewesen. Denn gleich zu Beginn ist der Leser sofort drin im Geschehen. Und das ist ziemlich hart. Es läßt einen überlegen, wie der Autor das noch steigern will..

Die Grundlage baut auf 4 junge Leute, Frauke, Tamara, Wolf und Kris, die eine eigene Firma gründen: Sorry.
Eine Firma, die sich für die Fehltritte oder "Missgeschicke" anderer entschuldigt. Egal, ob der Chef jemandem unbegründet gekündigt hat, oder der Partner seine Frau betrogen hat oder oder oder.
Zu Beginn läuft die Agentur sehr gut an, doch dann werden sie beauftragt, sich für einen Mord zu entschuldigen... ein Mord, mit dem sie natürlich nichts zu tun haben.

Mein Fazit

sehr gut

Heftig, wirklich sehr hart, wie schon zu Beginn erwähnt, liest sich dieser Thriller. Und völlig unerwartet biegt er ab in eine Richtung, die der Leser eventuell auch nur im Mindesten vermuten würde.

Dem einen oder anderen erscheint es vielleicht etwas langatmig, ok, der Thriller hat einige Strecken. Viel verwirrender aber ist der Stil des Herrn Drvenkar. Es läßt sich nicht gerade leicht und flüssig lesen, mit Namen wird hier manchmal sehr gegeizt, was den Lesefluß an einigen Stellen stocken läßt. Oftmals war mir nicht sofort klar, wer mit seinen Ausführungen gerade an der Reihe ist. Das macht das Ganze manchmal recht undurchsichtig. Die Sprache ist direkt, hart, ohne Gefühl, kalt. Insgesamt kann ich nur sagen: Respekt vor soviel Distanz, denn ich hatte nicht das Gefühl, dabei zu sein, sondern als Aussenstehender nur zu beobachten. Doch das reicht völlig aus.

Der Autor
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Seit 1989 arbeitet er als freier Schriftsteller und lebt jetzt in einer alten Kornmühle in der Nähe von Berlin. Er ist Autor vielfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbücher, unter anderem schreib er unter Pseudonym den Bestseller Die Kurzhosengang. 2003 erschien sein Psychothriller Du bist zu schnell, der zurzeit verfilmt wird. In Zusammenarbeit mit Gregor Tessnow entstand nach dessen Roman das Drehbuch zu Knallhart, das 2006 unter der Regie von Detlef Buck verfilmt wurde.
Quelle: vorablesen

Kommentare:

  1. Hm, ein Buch, bei dem ich mir auch nach der xten Besprechung immer noch unsicher bin, ob ich es lesen will oder nicht. *g*
    Aber danke für deine Rezension, ich grübele weiter!

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  2. Dann bin ich ja wirklich auf "Du" gespannt, ich habe es mir ertauscht und es ist mein erster Drvenkar.

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  3. @Ailis
    Das kann ich gut verstehen
    @Friedelchen
    Ich weiß garnicht mehr, wie ich die LP fand.
    Liebe Grüße eure Petra

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  4. Wäre garnichts für mich, schon der Satz "heftig" schlägt mich in die Weite. :D Ich habe früher eigentlich gerne mal was gruseliges gelesen: Jetzt kann ich es nicht mehr sehen.

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  5. Hallo Pia, bei diesem Buch mußte ich auch wirklich überlegen, ob ich nicht abbreche. Ansonsten les ich nach dem Motto... schlimmer geht immer... Aber ausdenken könnte ich mir so etwas nie.
    LG Petra

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