Samstag, 5. März 2011

"Zirkusschuhe" von Noel Streatfeild

336 Seiten
ISBN 9783551555076
Carlsen-Verlag
Preis: 14,90€
gebundene Ausgabe


Tja, um Schuhe gehts hier eigentlich nicht so direkt, denn im Zirkus tragen die meisten Künstler je eher keine Schuhe. Aber Zirkus, das ist schon das richtige Stichwort. Doch da gibt es zwei Kinder, Peter und Santa, die keine Ahnung haben, was Zirkus bedeutet. Sie haben noch nie einen gesehen, weder von aussen, noch von innen.
Um das zu ändern, hauen die beiden von zuhause ab, denn ihre Tante ist gestorben, und in ein Heim gehen sie auf keinen Fall. Dann doch lieber zu Onkel Gus. Aber wo sollen sie ihn suchen? Der Zirkus ist immer unterwegs, keine Ahnung, wo er gerade ist. Und ihren Onkel haben sie eigentlich auch noch nie gesehen. Wird er sich überhaupt um sie kümmern wollen?

Die beiden Geschwister schaffen es, sie finden den Zirkus, finden ihren Onkel Gus. Und nun? Da die Zirkussaison noch eine Zeit lang läuft, kommen die beiden kurzerhand mit.
Doch es wird nicht so einfach, wie sie sich das gedacht haben. Onkel Gus ist es nicht gewohnt, sich um Kinder zu kümmern, und die Kinder, die mit dem Zirkus unterwegs sind, sind sehr direkt. Peter und Santa, die bisher in einer Privatschule unterrichtet wurden, wird klar, dass sie tolle Sachen gelernt haben, die nur leider für das wahre Leben nichts taugen. Schnell haben sie das Gefühl, dass sie nichts, aber auch garnichts können...

mein Fazit

sehr gut

Ein schönes Buch, in dem es nicht nur um den Zirkus geht, sondern um Freundschaft und Akzeptanz, um Zusammenhalt und das Gefühl von Familie, von Zugehörigkeit. Zu Beginn der Geschichte sind die beiden Hauptprotagonisten noch sehr naiv und blauäugig. Und sie müssen schnell merken, dass sie so nicht weit kommen. Ungefähr ab der Buchmitte ändert sich das langsam, die beiden trauen sich mehr und mehr zu. Und das tut dem Buch, tut der Geschichte gut. Es wird lebendiger, bunter, interessanter.
Es läßt sich sehr gut lesen, die Seiten fliegen nur so dahin, und es gibt einen schönen Einblick in die Welt der fahrenden Künstler, in der nicht nur das Lachen, sondern auch die Tränen der Clowns zu entdecken sind. Für Kinder und Jugendliche, die mal wieder etwas ohne Vampire lesen möchten, kann ich es nur weiter empfehlen, meine Tochter hat's auf jeden Fall verschlungen.

Die Autorin
Noel Streatfeild, geboren 1895 in Sussex, England, war jahrelang als Schauspielerin tätig, bevor sie sich ganz ihrer zweiten Leidenschaft, dem Schreiben widmete. Ihr erstes Kinderbuch "Ballettschuhe", in das sie ihre Erlebnisse am Theater einfließen ließ, war gleich ein Riesenerfolg und wurde 1936 für die Carnegie Medal nominiert. Ein weiteres ihrer zahlreichen "Schuh-Bücher", "Zirkusschuhe", erhielt 1938 die Carnegie Medal. Bis heute zählt sie zu den beliebtesten Kinderbuchautoren der englischsprachigen Welt.
Quelle: Buchbotschafter

Kommentare:

  1. Das ist bestimmt ein schönes Buch zum vorlesen `kann ich mir denken. ...und jetzt muss ich wieder an das eine Zitat denken und nachsehen, ob es aus diesem oder einem anderen Buch stammt! Liebe knuddelige Grüße, Tanja

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  2. Hallo Tanja, ja stimmt, zum Vorlesen ist es garantiert super.

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