Montag, 16. Mai 2011

"African Boogie" von Helmut Barz

384 Seiten
ISBN 9783866807495
Sutton-Verlag
Preis: 12,00€
Taschenbuch

Nachdem ich den ersten Teil mit Begeisterung gelesen, ja förmlich verschlungen habe, durfte der 2. Teil um Katharina Klein und Andreas Amendt nun folgen.

Achtung: Bitte nur lesen, wenn wirklich gewollt . . .  Verdacht auf Spoiler . . .

Um sich von WestEnd Blues zu erholen und etwas Abstand zu gewinnen, muß Katharina, mittlerweile Kriminaldirektorin, ersteinmal untertauchen. Und so fliegt sie kurzerhand nach Tansania, auf eine kleine Insel namens Mafia-Island. In einer wunderbaren Hotelanlage, die nur über eine aufwendig hergestellte Brücke erreichbar ist, hofft sie, sich zu erholen und in Ruhe die Akte durch zusehen, in der es um den Mord an ihrer Familie geht.
Doch diese Ruhe soll nicht so recht eintreten: Erst trifft sie überraschend Harry wieder, einen ehemaligen Kollegen aus Kassel, der im Hotel für die Sicherheit zuständig ist. Und diese Sicherheit ist dringend nötig, denn den Gästen des Hotels geschehen seltsame Unfälle, und sie sterben förmlich weg wie die Fliegen. So bleibt Katharina nichts anderes übrig, als die Akte erneut zu schliessen und sich den mysteriösen Unglücksfälle zu widmen. Als zudem die Brücke weggesprengt wird, ist klar, dass es jemanden auf der Insel gibt, der den Gästen ans Leben will. Und da auf längere Zeit keinerlei Hilfe von aussen zu erwarten ist, heißt es, die "Schäden" so gering wie möglich zu halten.

Mein Fazit

ausgezeichnet

Der 2. Frankfurt-Krimi beginnt mit den Sätzen, die den 1. Band beendeten, so dass man gleich das Gefühl hat, sofort wieder mittendrin zu sein. Und insgesamt steht der 2.Teil dem 1. in nichts nach. Mit ironischem Witz und viel Abwechslung gehts zügig zur Sache, und es kommt nicht einmal im Ansatz Langatmigkeit auf.

Die verschiedenen Hotelgäste sind dermassen bildhaft beschrieben, dass man sofort ein Bild vor Augen hat. Da fehlt kein Detail, und jeder bekommt sein Fett weg, sei es nun die schmuckbehängte "alte Schachtel" oder der "Ausschnitt-anstarrende Widerling", einfach nur köstlich.
Die Mischung der Gäste und der Verlauf des Ablebens einiger von ihnen erinnert mich ganz entfernt an den Filmkrimi "Eine Leiche zum Dessert".
Um die Morde aufzuklären, werden die verbleibenden Personen aus einer Not heraus kurzerhand in eine Art kriminalistischem Rollenspiel eingebunden, um selbst ihr Gespür für die aufreibende Situation zu entfalten.

Insgesamt erneut ein unterhaltsames Lesevergnügen, das mich nun nötigt, gespannt auf den 3. Teil zu warten, denn den muß es einfach geben.

Der Autor
Helmut Barz, Jahrgang 1969, wuchs in St. Peter-Ording an der Nordseeküste auf. Dort machte er 1988 sein Abitur. Nach zwei Jahren Arbeit an verschiedenen Berliner Theatern begann er 1990 das Studium der Theaterwissenschaften in Gießen. Aufbauend darauf studierte er von 1995 bis 1998 Theaterregie in Frankfurt am Main.Seit 1998 ist er freier Regisseur und Autor. Er inszenierte unter anderem in Kapstadt, Stuttgart, Frankfurt und Celle. Nebenher begann er für die Werbung zu arbeiten. Zurzeit  ist er freiberuflicher Kreativdirektor, Texter und Consultant und arbeitet für Unternehmen wie IBM, ABN AMRO oder Manpower.
Die Herrin, eine Hommage an seine norddeutsche Heimat und an die Klassiker der Schauerliteratur, ist sein erster Roman und im Jahr 2006 unter dem Titel Weißes Blut im Gryphon-Verlag München erschienen.
Westend Blues. Ein Katharina-Klein-Krimi, der zweite Roman ist der Auftakt zu einer im Frankfurt der Gegenwart angesiedelten Krimi-Reihe, die die Welt des klassischen Whodunnit mit der Welt der forensischen Wissenschaft verbindet.
Quelle: http://www.helmut-barz.info/uebermich-vita.html

Vielen Dank an den Suttonverlag und Olivia Schrumpf, die mir auch dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

1 Kommentar:

  1. Das hab ich jetzt nicht gelesen, liebe Petra. Sonst wächst meine Wunschliste und mein SuB ins Unermessliche... ;-)

    Liebe Grüße,
    Sabine

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