Montag, 15. August 2011

"Alice im Netz" von Antje Szillat

144 Seiten
ISBN 9783935265485
Edition Zweihorn
Preis: 6,95€
Taschenbuch

Alice ist 16, und Schülerin an einem Gymnasium. Sie hat einen kleinen Bruder, lebt in einer intakten Familie. Wie viele junge Mädchen in diesem Alter ist sie mit dem Internet aufgewachsen, für immer verewigt im großen www. Sie betreibt sogar ein Schülerblog, in dem sie unter dem Pseudonym "rasende Rita" über ihr Leben und ihre Schulzeit berichtet. Klar, dass dabei auch mal Lehrer und Mitschüler ihr Fett abbekommen. Sie hat zwar ihren realen Namen nicht bekannt gegeben, trotzdem wissen viele, wer diesen Blog betreibt. Das ist für Alice kein Problem, sie macht sich keine sonderlichen Gedanken, dass sie anderen damit vielleicht indirekt weh tut. Als sie jedoch eines Tages eine Mail von einem ihr unbekannten Jared in ihrem Postfach hat, beginnt sie, sich Gedanken zu machen. Er kennt sie, weiß über sie gut Bescheid, kennt ihre Hobbies, schaut sich ihre Bilder und Videos an. . . und weiß sogar, wo sie wohnt. Nur hat Alice keine Ahnung, wer er ist. Und als er ihr ein von ihm aufgenommenes Video zeigt, macht er ihr damit mehr Angst, als sie erwartet hatte.

meine Meinung

Auf diesen knappen 140 Seiten gibt Antje Szillat alles, was nur geht. Mit kurzen, gut zu lesenden klaren Sätzen zeigt sie dem Leser, wie "nackt" und offen man sich im Internet darstellen kann, sodass es jeder lesen kann. Diese Informationen sind kaum mehr zu beseitigen, geschriebene Dummheiten für alle Zeiten zu lesen. Bilder, Videos, einfach alles. Das ist jungen Menschen wie Alice nicht klar, wenn sie bei SchülerVZ, bei ICQ, bei Facebook mit ihren Freunden Nachrichten verschicken, zu verlockend ist einfach die Möglichkeit, mal schnell etwas zu schreiben. Und diese Freunde, weiß man da immer, wer das wirklich ist? Manche haben keine Ahnung, wieviele Freundschaften Fakes sind, sich als jemand ganz anderer ausgeben. Und auch eine Mailadresse ist schnell eingerichtet, ohne kund zu tun, wer wirklich dahinter steckt.

In diesem Buch geht es spannend zur Sache, ich hatte wirklich Gänsehaut, aber auch das erste Verliebt sein kommt nicht zu kurz.
Es gibt einem sehr zu denken, gerade wenn man wie ich auch selbst Kinder hat, die mit dem Internet aufwachsen und täglich damit umgehen. Nicht nur zu hause, auch schon in der Schule.
Alice hat Angst und das zu Recht. Sie wird gestalkt, und weiß nicht, von wem. Ich möchte nicht, dass meinen Kindern so etwas geschieht, und ich kann nur hoffen, dass ich mit ihnen einen gesunden Umgang des Internets betreibe und ihnen klar machen konnte und kann, mit persönlichen Daten nicht hausieren zu gehen. Dieses Buch ist auch als Lektüre für Schulen gedacht, und ich hoffe, dass viele Schulen diese Möglichkeit nutzen.

Unterm Strich
Spannend und informativ, zügig zu lesen, und das Ganze auf schnellen 144 Seiten, ingesamt sehr gelungen. Meine Tochter hat schon mit dem Lesen begonnen, also: Was will ich mehr? Dafür vergebe ich gerne 6 Sternthaler.

Die Autorin

Kommentare:

  1. Genauso ging es mir beim Lesen auch! Wirklich ein gutes & wichtiges Buch und eine sehr gelungene Rezension liebe Petra :)

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  2. Hallo Caro, ja, auch du hast das in deiner Rezi gut festgehalten, in der Kürze. . .
    LG Petra

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  3. Mh...klingt gar nicht so übel. Vielen Dank für deinen Bericht. Das mach ich mal auf meinen Merkzettel

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