Dienstag, 9. August 2011

"Stirb" von Hanna Winter

347 Seiten
ISBN 9783548283449
Ullstein-Verlag
Preis: 8,99€
Taschenbuch


Endlich hat Lara sich ihren größten Wunsch erfüllt: Ein eigenes Café mitten in Berlin. Es war nicht gerade leicht für die allein erziehende Mutter, aber nun hat sie es geschafft. Doch in der gleichen Nacht wird sie von einem Taxifahrer brutal überfallen, kann sich jedoch in buchstäblich letzter Sekunde befreien und in Sicherheit bringen. Aber diese Sicherheit hält nicht lange an, als die Polizei ihr mitteilt, dass sie dem zur Zeit meistgesuchten Serienkiller Deutschlands entkommen ist. Und er ist weiterhin auf freiem Fuß. Nach einem weiteren Überfall willigt sie schließlich ein, mit ihrer Tochter Emma in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen zu werden. Doch in der Nacht vor ihrem Umzug in eine ungewisse Zukunft wird sogar ihr Ex-Mann Raffael umgebracht, nur die gemeinsame Tochter kann überleben, spricht aber seitdem nicht mehr.
So verschwinden die beiden aus Berlin in ein neues Leben, in der Hoffnung, dem Killer zu entkommen. Und nicht einmal die Berliner Polizei weiß, wohin die Reise geht.

Meine Meinung

Im Gegensatz zu Winters ersten Thriller "Die Spur der Kinder" ist es ihr diesmal gelungen, mich zu überzeugen. Ich habe die 347 Seiten an einem Tag förmlich verschlungen. Ihr Schreibstil ist zwar weiterhin etwas lieblos in meinen Augen, sie rast gewissermaßen durch die Handlung, als ob sie nur schnell fertig werden wollte. Doch trotzdem hat sie diesmal eine Richtung eingeschlagen, die sie durch die ganze Geschichte gut einhält, sodass man dem "roten Faden" problemlos folgen kann.
Unterschwellig ist jederzeit eine gewisse Spannung zu bemerken, man hat als Leser förmlich das Gefühl, dass gleich wieder etwas passiert, was sich dann letztendlich aber als Sackgasse entpuppt. Dadurch entsteht manchmal das Bedürfnis, noch schneller zu lesen, das Ganze voran zu treiben, um auch selbst Luft abzulassen. Durch das ständige Auf und Ab entwickelt sich so ein Gefühl wie "Am ausgestreckten Arm zu verhungern", was dem Ganzen nur noch mehr Schwung gibt.

Unterm Strich

Eine hundertprozentige Steigerung zu ihrem Debüt, eine klare Linie, spannungsgeladene Unterhaltung, was will man mehr. Nur der Schreibstil ist noch ausbaufähig. Aber insgesamt gibt es von mir 5 Sternthaler und ein "Ja, gerne mehr".


Die Autorin
Hanna Winter arbeitete nach dem Studium der Journalistik als Redakteurin. Heute lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Mit ihrem ersten Thriller, Die Spur der Kinder, ist ihr auf Anhieb ein Bestseller gelungen.
Quelle: vorablesen.de

Vielen Dank an das Team von vorablesen.de und den Ullsteinverlag, die mir dieses Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Kommentare:

  1. Das Buch steht auf meiner Wunschliste, aber wenn es so toll ist, da muss ich wohl gleich am Freitag zuschlagen. Tolle Rezi.
    L.G.
    Sabine

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  2. Das hört sich ja gut an!
    Schon wieder angefixt....*grins*

    Liebe Grüße
    Aenna

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  3. Du machst mich nochmal ganz schön arm mit deinen Buchtipps. Wenn ich dich nicht so gern hätte, dann hätte ich "Seitenweise" sicher nicht mehr abonniert... *g*

    Liebe Grüße,
    Sabine

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  4. Hihi, nein ihr lieben, arm machen will ich euch gewiß nicht. Ja, das erste von ihr fand ich nicht so besonders, und auch hier gibts Stimmen, die sagen, es ist noch schlechter. Ich fands dagegen ganz gut.
    LG Petra

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  5. Hallo!

    Ich schreibe dich an, da ich bald noch einmal ein paar Bücher zu Rezensionszwecken zu vergebe habe und du irgendwann schon mal Interesse bekundet hast

    Falls du generell Interesse hast, dann schreib mir bitte über mein Kontaktformular, damit ich deine Emailadresse habe und dann lasse ich dir in den nächsten Tagen die Liste zu kommen.

    LG Claudia
    http://claudias-buecherregal.blogspot.com

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