Mittwoch, 31. Oktober 2012

Was macht Ihr?

Ich hab da mal eine Frage.

Da ja gerade überall das Problem der Urheberrechte kursiert, was Coverfotos ect. betrifft, möchte ich nun wissen, ob ihr alle selbstgemachten Fotos nun löscht und dafür die Coverfotos der Verlage übernehmt mit Link ect oder euer Bildproblem mit dem Amazon-Partnerprogramm löst oder wie oder was?

Ich habe wie sicher einige andere von Euch eine Mail von DrömerKnaur bekommen, das ist ja ok. Aber ich bin ehrlich, so richtig verstanden hab ich es noch nicht. Keine eigenen Fotos mehr? Zitate laut oben genanntem Verlag nach Rücksprache, wenn das Zitat mind. 1/2 Seite des Buches an Länge hat.

Also dürfen wir unsere kleine Zitatsammlung unter Angabe von Buch, Seite, Autor weiter festhalten?

Komplizierte Sache, wie ich finde, aber ich habe keine Lust, irgendeine Strafe zu bezahlen, weil ich doch etwas verkehrt gemacht habe.
Und Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe . . .

Bin gespannt auf eure Antworten. Wer weiß die richtige?

Lieben Gruß, Eure Petra

Dienstag, 30. Oktober 2012

Heute in der Strassenbahn

Da ich noch 2 Tage Urlaub habe, nutzte ich heute die Gelegenheit, mit Töchterchen in die Stadt zu fahren, das Kind braucht neue Schuhe.
Gesagt, getan, Glück gehabt, Schuhe gefunden, ab nach Hause. Natürlich mit der Strassenbahn. Und diesmal gab es wieder etwas zu schmunzeln. Nur eine Kleinigkeit, aber ich fand es zu nett.

Nina und ich saßen in einem 4er-Platz, uns gegenüber ein älterer Herr, die Haare ergraut, eine Aktentasche auf dem Schoß. Neben ihm nahm ein wesentlich jüngere Mann Platz, flotten Hut, flotte Brille, Ohrstöpsel inne steckend, Füße wippend im Takt der Musik, und einen roten Stoffbeutel am Arm.

Beide öffneten zeitgleich ihre Taschen und holten ihre Bücher heraus.

Der Jüngere einen dicken Wälzer, Umschlag leicht angefressen, die Seiten leicht schmutzig, die Ränder etwas fransig, ich konnte leider nicht sehen, welches Werk er da am Wickel hatte.


Und der ergraute Herr entnahm seiner Aktentaschen ein Taschenbuch von... Donald Duck, sogar mit Lesezeichen.


Ich mußte so grinsen und fand es einfach nur gut. Wie schön, die Menschen lesen zu sehen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen schönen Abend, mit Buch oder ohne.
Liebe Grüße, Eure Petra

Donnerstag, 25. Oktober 2012

"Die Auswerterin oder Das Ende von Auschwitz" von Elk von Lyck

BoD-Verlag
132 Seiten
ISBN 9783844816143
BoD-Verlag
Preis: 9,90€
Taschenbuch

Emily Brown hat nichts zu verlieren, als sie ihren Plan in die Tat umsetzt. Ihr Plan, das ist die Rettung der Menschen im Konzentrationslager von Auschwitz. Sie hat es entdeckt inmitten der Bilder, die man ihr und einigen anderen zur Auswertung vorgelegt hat.
Um an diese Bilder zu kommen, sind britische Piloten über Deutschland unterwegs, um Rüstungsfabriken und ähnliche Objekte zu entdecken und auszumerzen.
Und nach ihrer Entdeckung hat Emily sich in den Kopf gesetzt, die Menschen im KZ von Auschwitz zu retten. Um diesen Plan also in die Tat umzusetzen, nimmt sie kurzerhand den obersten Chef des Bomber- Kommandos, Arthur Harris, in ihre Gewalt und zwingt ihn, seinen zunächst geplanten Befehl zu ändern, um die Gleisanlagen zum KZ zu zerstören.
Und dann beginnt das Warten...

Meine Meinung

Elk von Lyck hat hier auf knapp 130 Seiten einen tiefen Einblick hinterlassen, den ich so nicht erwartet hatte. Kriegsgeschichten handeln ja meist aus der Sicht der Betroffenen. Doch diesmal ist das nicht der Fall.

Das ist zum Einen Emily. Sie ist eine junge Britin, und hat diese Aufgabe, Bilder auszuwerten. Vor dem Krieg war sie Hausmädchen. trotzdem ist sie sehr wortgewandt und gut informiert über die Geschehnisse  um sie herum. Durch eine gute ausgestattete Bibliothek ihrer Herrschaft und regelmässigem Zugang zu Zeitungen bleibt sie so stets auf dem Laufenden. Sie macht einen erstaunlich selbstsicheren Eindruck, manchmal vielleicht etwas naiv.

Eine weitere Person ist Jaques. Ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern aus Frankreich unterwegs ist in einem Zug mit einem ihnen unbekanntem Ziel. Was für ihn als Abenteuer beginnt, endet ungewiss. Eigentlich heißt er Josua, doch das darf niemand wissen...

Und natürlich Arthur Harris. Als Oberbefehlshaber bestimmt er über die Abwurfpunkte nach Auswertung der Fotos, die die Piloten aus ihren Flugzeugen machen.

Er und Emily liefern sich während der Wartezeit ein spannendes Wortgefecht.
Dabei fällt auf, dass der Autor hier sehr aufwendige Recherchearbeit betrieben haben muss, um all diese Eckdaten einbringen zu können. Ich gestehe, dass mir viele Informationen gänzlich unbekannt waren. Von Lyck hat das ganze recht sachlich geschrieben und es trotzdem geschafft, Spannung einzubauen, die bis zum Schluss aufrecht gehalten wird.
Es ist vielleicht etwas weit hergeholt, dass eine kleine Arbeiterin es schafft, sich gegen einen Oberbefehlshaber zu stellen, aber genau das ist es.

Unterm Strich

Das Geschehene kann niemand rückgängig machen. Aber man kann sich einmischen, und nicht abwarten oder sich abwenden. Trau Dich!
Dafür vergebe ich 5 Sternthaler.

Der Autor
Bei dem Namen Elk von Lyck handelt es sich natürlich um ein Pseudonym. Lyck ist der Name einer ostpreußischen Stadt, die seit 1945 zu Polen gehört und heute Elk genannt wird. Elk von Lyck ist daher ein bewusst gewähltes Symbol für die Aussöhnung zwischen den einstmals verfeindeten Nationen.
Ergebnis meiner Arbeit als Philosoph ist aber auch, dass Zeit nicht existiert, sondern lediglich eine Täuschung unseres Bewusstseins ist. Alles besteht für immer, das scheinbar Vergangene (Lyck) existiert parallel neben dem, was wir für unsere Gegenwart halten (Elk).
Diese Erkenntnis ist natürlich nicht allein auf Grundlage der von mir geleisteten Arbeit entstanden. Vielmehr habe ich von den Vorarbeiten vieler anderer Wissenschaftler und Künstler profitiert, das Wissen und die Erfahrungen zahlreicher Menschen sind in meine Arbeit eingeflossen. So vieler Menschen wie eine Stadt Einwohner hat.
Weiterhin bin ich davon überzeugt, dass jeder Mensch Teil einer größeren Gesamtpersönlichkeit ist. Auch das soll durch die Wahl des zweiten Namens symbolisiert werden.

Weitere Informationen gibt es unter: www.elkvonlyck.de
Quelle: elkvonlyck.blogspot.de

Vielen Dank an den Autor, der mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

Samstag, 20. Oktober 2012

"Langenscheidts Handbuch zum Glück" von Florian Langenscheidt

Heyne / Random-Verlag
264 Seiten
ISBN 9783453186132
Heyne-Verlag
Preis: 19,99€
gebundene Ausgabe


Glück - ein ewiges Bestreben der Menschheit. Glücklich sein, Glück haben, immer auf der Suche nach dem Glück. Kann man lernen, glücklich zu sein? Wo findet man das Glück? Macht Geld glücklich? Ist Glück für mich auch Glück für jemand anderen? Wieviel und was braucht man zum Glücklichsein? All diese Fragen und noch vieles mehr hat Florian Langenscheidt genauer unter die Lupe genommen. In 24 Kapiteln betrachtet er die Formen des Glückes von allen Seiten und bringt es so dem Leser näher. Dabei gehört aber das Unglück natürlich genau so dazu.

Meine Meinung

Ich weiß eigentlich nicht genau, was ich bei diesem Buch erwartet hatte, als ich mich dafür bewarb. Es machte mich einfach neugierig, was die erwähnten Prominenten zu ihrem Glück zu sagen haben.

Gleich zu Beginn wird der Leser gebeten, einen Test zu machen, am besten vor und nach dem Lesen dieses Buches, um sein eigenes Glück näher zu betrachten. Dieser Test befindet sich am Ende des Buches und besteht aus 100 Fragen, die von der WHO zusammengestellt wurden.

Jedes der anschließenden Kapitel betrachtet das Glück von einer anderen Seite oder zeigt einen anderen Weg auf, um glücklich zu sein, und wird so genau unter die Lupe genommen. Dazu gibt es immer einen Einblick in das Leben des Florian Langenscheidt, der manchmal schon sehr persönlich ist. Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit einem Kurzwort eines Prominenten wie Mario Adorf, Karl-Heinz Böhm oder Matthias Steiner.
Sehr gut sind auch die Absätze mit der Überschrift: "Wenn Sie mal wieder am Leben verzweifeln, denken Sie an ... ". Dort geht es um Menschen mit schweren Schicksalsschlägen, die trotzdem oder gerade deswegen einen Weg gefunden haben, glücklich zu sein. Darin kommen beispielsweise Sophia van der Stap, Joachim Schoss oder Jürgen Schulz vor.

Diese Mischung aus eigenen und Erfahrungen anderer Beteiligter macht das Ganze sehr interessant, es ist durch seine persönliche Note manchmal sehr berührend, aber auch erfrischend und erheiternd in seiner lockeren Art. Zu Beginn befürchtete ich, dass es doch zu eintönig und wissenschaftlich wird, aber im Laufe des Buches wurde ich eines Besseren belehrt. Und es beinhaltet jede Menge wunderbarer Zitate, ohne kitschig zu wirken.

Auf jeden Fall brachte es mich dazu, mein eigenes Glücklichsein näher und auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Unterm Strich

Ein Handbuch, das ich sicher gerne einmal wieder in die Hand nehmen werde, und sei es nur, um mir mein eigenes Glück wieder näher zu bringen.
dafür vergebe ich gerne 5 Sternthaler.

Der Autor
Florian Langenscheidt, geboren 1955 in Berlin, ist Verleger,
Unternehmer und Autor so erfolgreicher Bücher wie ""1000 Glücksmomente"",
""Glück mit Kindern"", ""Motto meines Lebens"" und ""Wörterbuch des Optimisten"".
Langenscheidt, der als ""Botschafter des Herzens"" durch die Welt reist und
an Universitäten und vor renommiertem Publikum Vorträge über Sinnfragen
des Lebens hält, ist auf vielfältigste Weise unternehmerisch, beratend und
philanthropisch tätig, wobei ihm das Glück der Kinder besonders am Herzen liegt.
Er selbst hat fünf davon und lebt an einem See in Berlin.
Quelle: blogg dein Buch

Vielen Dank an blogg dein Buch und den Randomverlag für dieses Exemplar.
Interesse geweckt? Dann bitte hier klicken.

Sonntag, 14. Oktober 2012

"Sternenreiter" von Jando

KoRos Nord Verlag
131 Seiten
ISBN 9783981486315
KoRos Nord Verlag
Preis: 13,95€
gebundene Ausgabe


Träume -  als Kind glaubt man noch daran. Bei den Erwachsenen ist das seltener der Fall. So auch bei Mats. Viel zu sehr in der Arbeitswelt gefangen, Überstunden, Termindruck, Aufträge . . . Selbst für seine Ehefrau und seine Kinder nimmt er sich kaum noch Zeit.
Erst als Mats bei einem Unfall verunglückt, zwingt ihn dieses Ereignis zu Ruhe und Geduld. Während seiner Rehabilitation lernt er einen Jungen kennen, der schon länger in der Klinik am Meer ist. Niemand weiß, woher er kam, eines Abends war er einfach da.
Mit Hilfe dieses Jungen sieht Mats bald die Welt mit anderen Augen.

Meine Meinung

Wie nun schon oft gelesen, erinnert dieses kleine Büchlein an Geschichten wie die vom kleinen Prinzen. Es ist eine Art modernes Märchen, sehr poetisch und mit vielen Zitaten.
Würde ein Kind um mich herum so sprechen, würde ich es als altklug bezeichnen. Denn genauso klingt er, dieser namenlose Sternenreiter, der alle Menschen, die er trifft, zu seinen Freunden werden lässt.
Darum empfinde ich es leider als sehr gestellt.

Dieses Buch ist sicher gut geeignet, um es zu verschenken, als kleinen "Stimmungsaufheller" sozusagen. Es liest sich einfach und schnell, und lässt den Leser trotzdem innehalten.
Zudem ist es mit einigen hübschen Illustrationen ausgestattet, die zahlreichen Zitate und Lebensweisheiten sind kursiv dargestellt.

Unterm Strich

4 Sternthaler für die Freundschaft, die Träume und die Hoffnung, die Menschlichkeit in uns zu bewahren.


Mein Buch werde ich weitergeben. Es bekommt einen Platz in unserem Stationsbücherregal. Denn ich arbeite oft mit Menschen, die keine oder nur wenig Hoffnung haben und denen die Menschlichkeit unserer pflegenden Zunft oft mehr geben kann als manche Medizin. Vielleicht kann es ihnen ein Lächeln schenken.

Vielen Dank an Jando und den KoRos Nord Verlag für dieses Exemplar.

Freitag, 12. Oktober 2012

In der Strassenbahn

Nach dem Dienst fahre ich meist mit der hannoverschen Straßenbahn nach Hause. So auch heute.

Bei strömendem Regen saß ich in der Linie 6 und las in meinem aktuellen Buch über das Glück. Was ist Glück? Wann hat man Glück? Über all solche Dinge sinniert Herr Langenscheidt in diesem Handbuch.

Immer, wenn ich hochschaute, sah ich in trübe Gesichter, allesamt mit hängenden Mundwinkeln ausgestattet, nirgendwo ein Lächeln, jeder so für sich. Keiner der Anwesenden sah auch nur im Geringsten glücklich aus.
Ich hatte gerade erst gelesen, dass es viele Menschen gibt, die bei Regenwetter in Depressionen versinken, statt wie beschrieben, lieber die Gunst der Regenstunde zu nutzen und sich mit einer Tasse heißem Tee und einen guten Buch oder Film zu vergnügen.

Ja, passt schon dachte ich bei mir. Ein paar Plätze weiter, in meinem Rücken sozusagen, hörte ich ein kleines Mädchen. Ich hatte sie beim Einsteigen schon gesehen, ein kleiner, quirliger Lockenkopf, voller Energie und guter Laune. Gleich bei ihrem Anblick musste ich lächeln, einfach so. Und nun saß sie dort, und sang. Lauthals und voller Schwung und Elan, "Laterne, Laterne...". Immer nur dieses eine Wort.

Und ich saß da, lauschte ihr, las weiter in meinem Glücksbuch und schmunzelte vor mich hin. Mein Glück, dass ich gerade heute in dieser Bahn saß!!

Ich wünsche Euch auch ein glückliches Erlebnis bei diesem Wetter
Liebe Grüße, Eure Petra

Sonntag, 7. Oktober 2012

Ich kann' s nicht lassen

Auch im diesen Jahr gibt es natürlich beim Bücherzauber eine Wichtelaktion zum Nikolaus. Und klar . . . hab ich mich angemeldet, vielleicht hat ja der eine oder die andere ebenfalls Lust, mitzumachen. Klickt einfach mal bei ihr vorbei.


So und ich hau mich jetzt auf mein Sofa, um meinen Nachtdienst ruhetechnisch zu verarbeiten . . . klar mit nem Buch.
Draussen ist es recht stürmisch hier in Hannover, die Sonne hab ich heute vormittag verschlafen.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag
Liebe Grüße, Eure Petra


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Gesammelte Schätze im September 2012

Auch im September gab es Schätze zu heben, und hier nun die Meinen.


Kaltes Gift von Nigel McCrery
Seite 151
Es gab auch noch andere Pflanzen im Park, aber die interssierten sie weniger. Gewiss, sie sahen hübsch aus, doch sie hatten keinen praktischen Wert. Man konnte sie nicht dazu benutzen, jemanden zu töten.

Sternenreiter von Jando
Seite 30
Dankbarkeit ist der erste Schritt zur Genesung
Seite 57
Große Menschen sind komisch. Ihr seht nur das, was ihr sehen wollt. Kleine wichtige Dinge verdrängt ihr. Kinder sind vielen Erwachsenen einen Schritt voraus. Sie sehen, fühlen, handeln und sprechen aus ihrem Herzen heraus. 




Gesammelte Schätze im August 2012

Oh weh, warum meckert denn niemand, dass ich meine Schatzsammlung für August noch garnicht gepostet habe . . . das geht ja garnicht.
Also nun aber mal zackig, sternthaler, das muß sich ändern.

Hier also meine Schätze aus dem August 2012



Eugen Dahl von Eugen Dahl
Seite 5
Erinnerung an Sehnsucht macht bewusster als  vieles andere, wie vergänglich doch Glück sein kann.
Seite 8
Wenn das Leben ein Strom ist, der in einem Meer der Weisheit mündet, möchte ich ein Lachs sein...
Seite 9
Das Leben ist wie ein Buch. Du liest immer mehr und kommst doch nicht los. Du schlägst immer wieder neue Seiten auf, die doch nur immer wieder neue Fragen aufwerfen . . .
 Dieses Ebook steckt voll solcher Zitate, es könnte noch seitenweise so weiter gehen.

Dienstag, 2. Oktober 2012

"Im Totengarten" von Kate Rhodes

Ullsteinverlag
446 Seiten
ISBN 9783548284620
Ullstein-Verlag
9,99€
Taschenbuch

Fahrstühle sind ihr zuwider. Schon seit ihrer Kindheit vermeidet sie enge Räume. Sich selbst kann sie als Psychologin nicht helfen, aber als Kriminalpsychologin Dr. Alice Quentin in London ist sie wirklich gut. Nur bei ihrem Bruder Will ist sie ebenfalls machtlos. Und mit Männern hat sie auch eher Pech.

Und um all ihre eigenen Problemen zu vergessen, läuft sie. Sie läuft dort, wo sie ihre Ruhe hat, dort wo sie allein ist, dabei ist ihr die Uhrzeit und die Gegend total egal.
Doch als sie bei einem ihrer Läufe eine Frauenleiche findet, ist es mit der Ruhe vorbei. Zu sehr erinnert die Leiche an einen grausigen Fall, in dem junge Mädchen tagelang gefangen gehalten und misshandelt wurden, ehe sie endlich durch den Tod Erlösung fanden. Bei dieser einen Leiche bleibt es nicht und schließlich wird klar, dass der Täter es auch auf sie abgesehen hat.

Meine Meinung

Schon im Prolog wird schnell klar, dass Alice schon in jungen Jahren viel auszuhalten hatte. Ihre Mutter und sie wurden regelmässig vom alkoholisierten, gewalttätigen Vater und Ehemann verprügelt, während der Sohn nur zugeschaut hat. Also kein Wunder, dass sie etliche eigene Probleme mit sich herum trägt. Doch scheinbar ist man hier der Meinung, dass sie ihren Problemen davon laufen kann. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie nur läuft und läuft und läuft. Natürlich nutzt es nichts, aber leider zieht es sich dadurch sehr in die Länge. Jeder ihrer Läufe wird ausführlich beschrieben, London wird dem Leser so auf jeden Fall näher gebracht, nur für die Sache ansich kommt dabei nicht wirklich etwas rüber. Kurzfristige Spannungsmomente sind schon dabei, aber die konnte ich leider an einer Hand abzählen. Die Vermutung, wer der Täter sein könnte, setzt sich recht früh fest, ist aber zu offensichtlich.
Die alles entscheidende Situation ist dann aber so kurz und so schnell wieder vorüber, dass ich sie glatt nochmal lesen musste. Schade, es fing so gut an, aber es hat mich nicht vom Hocker gehauen.

Unterm Strich

Der Titel hätte vielleicht auch "Lauf, Alice, lauf" heißen können, das hätte mich zumindest nicht gewundert. Leider nur 3 Sternthaler von mir, in der Hoffnung, dass es beim nächsten Mal besser läuft.


Die Autorin
Kate Rhodes wurde in London geboren. Sie ist promovierte Literaturwissenschaftlern und lehrte jahrelang an amerikanischen und britischen Universitäten. Für ihre Lyrik wird sie von der Presse hoch gelobt und erhält regelmäßig Preise. Sie lebt in Cambridge, nahe des Flusses für dessen Erkundung sie sich extra ein Kanu zugelegt hat. Im Totengarten ist der Auftakt zu einer Serie um die Kriminalpsychologin Alice Quentin.
Quelle: Amazon

Vielen Dank an Amazon-Vine und den Ullstein-Verlag für dieses Exemplar.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...