Mittwoch, 16. Januar 2013

"Das Krankenhaus am Ende der Stadt" von Jörg Ubbens

Projekte-Verlag
186 Seiten
ISBN 9783954861408
Projekt-Verlag Cornelius
Preis: 12,50€
Taschenbuch

Vom Alltag im Krankenhaus kann der technische Leiter Herr Hagen ein Lied singen. Im Klinikum Persalsus in Bad Risio gibt es reichlich Probleme, egal ob technischer Natur, oder zu wenig oder zu viel Patienten oder Personal. Um diese und andere Probleme zu lösen, greifen der technische Leiter und die Direktion zu drastischen Maßnahmen.
In dieser Klinik gibt es zum Beispiel eine Wasserlandschaft mit Entbindungsrutsche, und das nur, damit die Geburtenrate steigt . . . sehr zum Ärger der Regierung.
Und endlich wird aufgedeckt, wer im frisch renovierten Bettenhaus ständig Dellen in die Wandschutzleisten rammt und warum die Farbe schon wieder abblättert . . . oder auch nicht.
Dazu gibt es von Prof.Dr.Dr. Humbug Kommentare zu aktuellen Themen aus der Gesundheitsreform und Politik.

Meine Meinung

Nachdem ich in unserem klinikinternen Intranet vom Werk des Herrn Ubbens las, wurde ich neugierig, arbeiten wir doch im gleichen Klinikum, wenn auch nicht am gleichen Standort. So schrieb ich ihn an, und er war so nett, mir ein Leseexemplar zur Verfügung zu stellen.

Also ehrlich, ich habe mich gut amüsiert mit dieser kleinen Geschichtensammlung. In 27 Anekdoten und Kommentaren nimmt der Autor wirklich gründlich (s)ein Klinikum auseinander, das es ein Vergnügen ist.

Als selbst im Pflegedienst tätige Krankenschwester erkannte ich viele der beschriebenen Situationen wieder und muss Herr Ubbens einfach zustimmen, er hat ja so recht.

Mit reichlich Selbstironie und Sarkasmus durchleuchtet er jede Ecke im Krankenhaus und Gesundheitswesen und bringt dazu Ideen ein, wie die Probleme auf wunderbare Art und Weise behoben werden könnten.
Vorschläge wie Home-OP's per Video mit mobiler Anästhesieeinheit, geburtstaugliche Wasserrutschen oder Pflicht-OP's, damit der Regierung kein Geld verloren geht, ehrlich, da geht noch was.
Geschichten wie "Revolution am Gehstock" oder "Babyboom" lassen die Phantasie schweifen und decken ganz neue Möglichkeiten auf.

Mit flüssigem Schreibstil, frei von der Leber weg bringt Herr Ubbens seine Anekdoten zu Papier, geeignet für Personal, aber auch die Nutzer solcher "Einrichtungen".

Unterm Strich

Wollen wir mal hoffen, dass niemand aus dem gesundheitspolitischen Bereich dieses Werk in die Finger bekommt, sonst bin ich womöglich bald meine Job los. Aber Sie wissen ja: Lachen ist die beste Medizin. Dafür vergebe ich 5 Sternthaler.

Der Autor
Jörg Ubbens, geboren 1961 in Burgdorf und dort in einer großen Familie mit vier Geschwistern aufgewachsen, ist Diplomingenieur für Elektrotechnik und arbeitet seit über 17 Jahren als Führungskraft mit technischer Ausrichtung in Krankenhäusern. Trotz des eher trockenen und logisch geprägten beruflichen Lebensweges brach kurz vor seinem vierzigsten Lebensjahr die Kreativität aus ihm heraus. Er begann neben seinem neuen Hobby, dem Saxophonspielen, seinen humorvollen Charakter mit Feder und Papier, oder besser gesagt, Word und Laptop, in Form satirischer Geschichten auszuleben. 
Quelle: Amazon

Vielen Dank an Jörg Ubbens, der mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt hat.

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