Samstag, 14. September 2013

"Am Ende der Treppe, hinter der Tür" von Sabine Ludwig

rororo-Verlag
383 Seiten
ISBN 9783499216756
rororo-Verlag
Preis: 9,99€
Taschenbuch


Martha ist 16 und lebt in Berlin. Ihr Vater ist schon tot, aber ihre Mutter hat wieder jemanden kennengelernt: Johannes mit seiner 4jährigen und total nervigen Tochter Penelope, kurz Poppy. Martha kann sie beide nicht ausstehen, es nervt sie sehr, dass ihr Mutter sich kaum noch Zeit nimmt für ihre eigene Tochter.
Durch einen dummen Zufall wird Martha Ohrenzeugin eines Mordes an ihrer Nachbarin Frau Doktor Dernburg. Mit Hilfe ihrer Freundin Jill macht sie sich Hoffnung auf die Möglichkeit, durch Erpressung an viel Geld zu kommen, und so mit ihrer Mutter endlich wieder allein und ungestört zu leben. Doch sie hat keine Ahnung, wer der Mörder ist und wie sie ihn finden soll.

Meine Meinung

Nach der Leseprobe hatte ich mir eigentlich mehr versprochen, aber meine Erwartungen wurden leider nicht wirklich erfüllt.
Ich bin ganz ehrlich: Martha finde ich um vieles nerviger als Poppy. Es kam mir mindestens wie die Hälfte des Buches vor, in dem sie immer wieder und wieder erwähnt, wie verliebt sie doch in ihren ach so wunderbaren Englischlehrer Mr. Miller ist. Ständig stellt sie sich gedanklich Szenen vor, in denen sie sich ihre Liebe gestehen. Ich war auch mal 16, ehrlich, aber das fand ich dann doch reichlich übertrieben.

Durch ihr naives Getue verliert sie meiner Meinung nach den Blick für das Wesentliche und beginnt so einen schwerwiegenden Fehler. Ihre Reaktion auf Mutters neuen Freund hingegen kann ich gut nachvollziehen, ebenso, dass sie die kleine Poppy am liebsten Mal auf dem Spielplatz vergessen würde.
Aufgrund dieser ganzen Probleme dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis es zum eigentlichen Grund des Buches kommt: Der Mord.
Doch auch danach kommt kein so richtiger Schwung in die Geschichte, es kribbelt nicht, die Spannung steigt kaum. Und so zieht es sich leider durch den Rest der Seiten. Ziemlich bald kann man sich denken, wer hier der Böse ist, das Ganze ist recht absehbar.
Ok, man darf natürlich nicht vergessen, dass es ein Jugendbuch ist.
Klar, ich bin keine Autorin und war schon eine Niete im Aufsätze schreiben, aber ich bin mir sicher, das wäre auch besser gegangen, ganz bestimmt.

Unterm Strich

Zu viel Geflirte, zu wenig Spannung, das ist schade, denn da geht noch was. Darum 3 Sternthaler von mir.


Die Autorin
Sabine Ludwig arbeitet seit Jahren außerordentlich erfolgreich als Autorin und Übersetzerin und wurde als «Lesekünstlerin des Jahres 2010» ausgezeichnet. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Quelle: Rowohlt Autorenseite

Vielen Dank an Vorablesen und den rororo-Verlag für dieses Leseexemplar.

Kommentare:

  1. Aber auch für ein Jugendbuch ist das zu schwach. Es gibt bedeutend bessere, auch was die Spannung anbelangt.

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    1. Hallo Beatrix, ja, da hast du auf jeden Fall Recht.
      LG Petra

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