Mittwoch, 2. Oktober 2013

"Der eiserne Wald" von Chris Howard

Drömer-Knaur-Verlag
368 Seiten
ISBN 9783426512890
Drömer-Knaur-Verlag
Preis 9,99€
Taschenbuch


Eine Welt ohne Bäume, unvorstellbar. Aber in einer hoffentlich nie eintreffenden Zukunft, nach der großen Dunkelheit, gibt es kaum noch Pflanzen. Um Ersatz zu bekommen, gibt es so genannte Baummeister, Banyan ist einer von ihnen. Er baut Bäume aus Schrott, aus Eisen und anderen Metallen konstruiert er wahre Schönheiten. Doch das kann sich nicht jeder leisten. Als er die Frau seines derzeitigen Auftraggebers sieht, entdeckt er ein einzigartiges Tattoo in Form eines Baumes, das den Weg ins Paradies weisen soll. Und vielleicht findet er dort auch seinen Vater. Banyan vermutet, dass  GenTech ihn entführt hat. GenTech, das sind die, die die Menschen mit Mais versorgen, dem einzigen Nahrungsmittel, das noch zur Verfügung steht. Der Mais ist gentechnisch so verändert worden, das die Heuschrecken ihn nicht fressen. So bleibt diesen Tieren nur noch eine Nahrungsquelle: Der Mensch.

Meine Meinung

Allein die Vorstellung, dass auf der Erde kein Grün mehr zu sehen ist, versetzt mich in Erschrecken. Es ist eine sehr düstere Vorstellung, die der Autor hier hervor ruft. Die Landschaften gleichen endlosen Wüsten, alles ist öd bis auf riesige Maisfelder mit Pflanzen, die bis zu 10 Meter hochwachsen und Wind und Wetter trotzen. Umso interessanter wirkt da die Vorstellung, Wälder entstehen zu lassen, die aus den Resten der alten Zivilisation erbaut werden. Dabei beschreibt Chris Howard jedes noch so kleine Detail und füttert so meine Vorstellungskraft mit fantasievollen Gebilden.
Im Verlauf gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, allerdings ist auch einiges absehbar. Wer hier wissenschaftliche Hintergründe und Erklärungen sucht, wird enttäuscht, es gibt keine weiteren Informationen, was es mit der großen Dunkelheit auf sich hat, oder wie sehr Genmanipulation vorangeschritten ist. Das lässt das Gesamtbild leider recht oberflächlich erscheinen.
Trotzdem lies es sich recht gut lesen, geschildert wird aus Banyan's Sicht. Die verschiedenen Charakter gefallen mir recht gut, selbst der eine oder andere unsympathische Geselle entwickelt sich durchaus positiv. Beim Lesen musste ich übrigens häufig an den Film "Waterworld" denken, wobei Wasser hier ja eher zweitrangig ist.

Unterm Strich

Ich finde, es ist durchaus ein gelungener Auftakt, ohne rechten Tiefgang, aber auf jeden Fall zum Nachdenken anregend. So richtig mitgerissen hat es mich zwar nicht, die Spannung hält sich in Grenzen, aber ich bin schon gespannt auf mehr, denn dies ist, wie sollte es anders sein, der Beginn einer Trilogie. 4 Sternthaler dafür von mir.
Der Autor
Chris Howard hat in den USA bereits mehrere Fantasy- und Science-Fiction-Romane veröffentlicht. Er hat außerdem einen Abschluss in Umweltmanagement und Waldökologie und organisiert Sporttouren für Jugendliche durch die unberührte Wildnis der USA, von Kanada, Mexiko und Hawaii.
Quelle: Drömer Autorenseite

Vielen Dank an den Drömer-Knaur-Verlag und Elke Virginia Koch für dieses Leseexemplar.

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