Freitag, 7. März 2014

"Alice, wie Daniel sie sah" von Sarah Butler

Drömer-Knaur-Verlag
319 Seiten
ISBN 9783426514092
Drömer-Knaur-Verlag
Preis: 14,99€
Taschenbuch


Daniel lebt in London ohne festen Wohnsitz. Er hat keine Familie mehr bis auf seine Tochter Alice.Leider weiß er nicht, wo sie lebt und Alice weiß nicht, dass es ihn gibt. Daniel ist jeden Tag auf der Suche nach ihr. Dabei sammelt er Kleinigkeiten in den Farben ihres Namens. Ihr "A" ist eisblau...
Er hat für alle Buchstaben eine Farbe, aber am liebsten sammelt er die seiner Tochter.
Alice ahnt nicht von alldem. Weil ihr "Vater" im Sterben liegt, bricht sie eine Reise in der Mongolei ab und kommt zurück nach London. Als Daniel sie durch einen Zufall findet, schafft er es zunächst nicht, ihr zu sagen, wer er ist.


Meine Meinung

Alice und Daniel, zwei Personen, die sich nicht kennen, aber doch zusammen gehören: Vater und Tochter, die sich noch nie gesehen haben.
Daniel war einmal Künstler, doch sein Weg ging leider bergab. Er bemüht sich, ordentlich auszusehen, doch obdachlos ist obdachlos. Er ist ein ruhiger Vertreter, der nicht auffallen will, keinen Alkohol trinkt und sehr genügsam ist. Er ist sehr aufmerksam, wenn er seine "Buchstaben" sammelt und kleine Kunstwerke daraus zaubert. Er gibt die Hoffnung nicht auf, seine Tochter zu finden.

Alice dagegen empfinde ich als unruhigen Pol, sie hat ihren Weg noch nicht gefunden, ist unentschlossen, ohne Ziel. Aber sie ist offen für alles, und das kommt ihr zugute, als sie Daniel kennen lernt.

Ein wunderbares Buch, ganz sanft und berührend, ganz leise und bunt. Die Kapitel werden abwechselnd von Daniel und Alice aus der Ich-Perspektive erzählt. Jedes der Kapitel wird eingeleitet mit 10 Aussagen des Erzählenden, zum Beispiel 10 Dinge, vor denen man Angst hat oder 10 Jobs, die Daniel hatte oder 10 Gründe, warum Alice ihre Schwestern hasst. Das ist eine schöne Idee, so erfährt man eine ganze Menge.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich war schnell gefesselt und mochte das Buch kaum beiseite legen.
Es ist so schön zu lesen, wie vorsichtig Daniel versucht, sich mit seinen kleinen Kunstwerken seiner Tochter zu nähern, eine ganz zarte, empfindliche Verbindung aufzubauen.

Unterm Strich

Berührend, einfühlsam, leise, zart sind nur einige Eindrücke, die das Gelesene bei mir hinterlassen haben. Es ist für mein Empfinden so ähnlich wie nach dem Lesen des Buchs "das Parfum", danach ging ich wochenlang schnuppernd durch die Gegend. jetzt halte ich meine Augen offen, vielleicht finde ich ja ein eisblaues "A"... 5 Sternthaler für dieses tolle Buch.

 Die Autorin
Sarah Butler ist Anfang Dreißig und lebt in Manchester. Sie ist Geschäftsführerin eines Beratungsunternehmens, das literarische und künstlerische Projekte vorantreibt. Sie war Stipendiatin verschiedener Literaturförderungen und unterrichtete Kreatives Schreiben am British Council in Kuala Lumpur. "Alice, wie Daniel sie sah" ist ihr erster Roman, der in dreizehn Sprachen übersetzt wurde. 
Quelle: Drömer Autorenseite

Vielen Dank an den Drömer-Knaur-Verlag und das Amazon-Vine-Programm für dieses Leseexemplar.

Kommentare:

  1. Hey,

    wirklich sehr schöne Rezi! Ich finde das klingt ganz toll. Ich möchte das Buch uch gerne lesen.

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja, irgendwie ist es etwas besonderes... auch wenn einige meinen, es lässt zuviele Fragen offen, aber kann damit leben.
      LG Petra

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  2. Hallo Petra,

    ich habe dich getaggt und falls du Lust und Zeit hast, würde ich mich sehr über deine Antworten freuen: http://t.co/z6U69dF89J

    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Hy Lena,
      ja vielen Dank, da mach ich doch mit!
      LG Petra

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