Sonntag, 27. September 2015

"Für alle Tage, die noch kommen" von Teresa Driscoll

Knaur-Verlag
367 Seiten
ISBN 9783426653715
Knaur-Verlag
Preis: 16,99€
gebundene Ausgabe
erschienen 09/2015


Melissa war gerade 8 Jahre alt, als ihre Mutter Eleanor starb. Sie konnten sich einmal voneinander verabschieden, weil es trotz eines langwierigen Tumorleidens dann doch plötzlich ganz schnell ging. Jetzt, 17 Jahre später, erhält Melissa ein Buch vom damaligen Anwalt ihrer Mutter. Er sollte es erst zu ihrem 25. Geburtstag aushändigen und nun hält sie es in den Händen.
Schon beim Anblick der Handschrift wird ihr ganz anders. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Rezepte fürs Leben sollen es sein. Ausgerechnet jetzt, wo ihr Freund Sam ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, könnte sie solche Rezepte ja vielleicht gebrauchen.

Meine Meinung

Schon die Idee solch eines Buches für die Tochter hat mir gut gefallen. Es ist etwas so persönliches, etwas ganz besonderes. Und hier sind nicht nur Kochrezepte zu entdecken, sondern auch Begebenheiten, die Mutter und Tochter noch stärker miteinander verbinden.
Es hört sich sehr emotional an, und an einigen Stellen ist das auch so gewesen. Allerdings hatte ich mit noch mehr Gefühl gerechnet. Aber beim Lesen fehlte mir die Nähe, der Tiefgang, es war mir einfach zu distanziert und zu oberflächlich.
Vielleicht liegt das auch an den Protagonisten, denn leider ist Melissa mir nicht sonderlich sympathisch erschienen. Sie wirkt sehr unsicher, fast schon ängstlich und ständig unentschlossen. Das hat sie evtl. von ihrem Vater, der so ähnlich auftritt. Tut mir Leid, aber das hat irgendwann einfach nur noch genervt.
Der unkomplizierte Schreibstil hingegen hat mir gut gefallen, das Buch ist locker und leicht zu lesen. Im Wechsel handelt es mal in der Vergangenheit und mal in der Gegenwart und die Rezepte sind zum Nachkochen oder Backen geeignet.

Unterm Strich

Alles in allem ist es ganz nett für zwischendurch, aber wirklich berühren und in seinen Bann ziehen konnte es nicht.

Die Autorin

Teresa Driscoll arbeitete 15 Jahre als Moderatorin für die BBC, außerdem als Journalistin und Kolumnistin für verschiedene Zeitungen. Ihre Kurzgeschichten erschienen in verschiedenen Zeitschriften, unter anderem der "Women's Weekly". "Für alle Tage, die noch kommen" ist ihr Debütroman.
Quelle: Knaur- Autorenseite

Vielen Dank an Vorablesen und den Knaur-Verlag für dieses Leseexemplar.

Kommentare:

  1. Hallo Petra,

    ich habe gerade durch Zufall deinen Blog entdeckt und da bin ich doch gleich mal Leserin geworden :)

    Das Buch klingt gut, aber ich mag, gerade jetzt in der trüben Herbstzeit keine traurigen Romane, das zieht mich dann immer ein bisschen mit runter!

    LG und einen schönen Sonntag
    Steffi

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  2. Ich hatte hier auch nur 3 Sterne gegeben. Dafür liest du gerade ein Highlight von mir in diesem Jahr: "Was fehlt, wenn ich verschwunden bin"..

    Graue Grüße aus dem Süden
    sendet Jane :)

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  3. Hallo Petra,
    über den Unpopular Opinions TAG bin ich auf deinen Blog gekommen,
    habe etwas gestöbert, bleibe gern als Leserin und bin an dieser Rezension
    hängengeblieben.
    Auch bei mir ist das Buch gar nicht solange her und dabei erging es mir ähnlich wie dir.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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