Mittwoch, 16. März 2016

"Kinder, Koks und Limonade" von Alice Golding

Alice Golding
307 Seiten auf meinem Tolino
ISBN 9783739340425
Verlag
Preis: 0,99€ zur Zeit, sonst 3,99€
Ebook
erschienen 03/ 2016


Es ist einfach nicht zum Aushalten. Seitdem Katrin wegen ihrer problematischen Schwangerschaft das Krankenhausbett hüten muss, geht daheim alles drunter und drüber.
Als ob Christoph nicht schon genug Wirbel an seinem Arbeitsplatz in der Bank hat, wo sich gerade eventuelle Personalreduzierungen abzeichnen, nein, er bekommt auch einfach keine gescheite Kinderfrau für seine Töchter Lotta, Josefine und Sophie. Offensichtlich hat er nur noch eine einzige Möglichkeit: Seine Mutter Rosalinde muss her, aber Katrin darf auf keinen Fall davon erfahren. Die beiden sind sich überhaupt nicht grün und noch mehr Stress kann  Christoph jetzt wirklich nicht gebrauchen. Hoffentlich geht das gut.

Meine Meinung

Eine Geschichte, die fast aus dem wahren Leben sein könnte. Mit viel Witz, aber auch Charme schreibt die Autorin über Familie Bender, bei denen eine 4. Schwangerschaft und deren auftretende Probleme viel Chaos mit sich bringen. Sie könnten auch meine Nachbarn von gegenüber sein, nichts überkandideltes einfach liebevoll und unkompliziert mit den üblichen Sorgen wie erste Teenagerliebe, volle Wäschekörbe und Moos im Rasen.
Wenn da nur nicht die Oma Rosi wäre. Ich finde sie extrem spießig, alles muss seine Ordnung haben, Spielzeug gehört in's Kinderzimmer, Trivialliteratur in die hintere Reihe, die guten Klassiker nach vorn und die Handcreme nicht in die Küche. Kaum zu Kompromissen bereit, hat sie eh wenig Kontakte und zu Kindern schon garnicht. Ab und zu möchte man sie mal schütteln, damit ihre Naivität von ihr abfällt.
Aber es gibt da etwas, das sie locker werden lässt: Diese spritzige und erfrischende Limonade aus Christophs Keller. Wenn sie die trinkt, geht ihr alles viel leichter von der Hand.
Ich kann nur hoffen, dass Alice Golding solch ein Oma-Exemplar nicht in ihrer Familie vorzuweisen hat.
Wie das oft so ist, kommt ein Unglück selten allein. Christoph, der als Teamleiter in der Bank tätig ist, tritt eigentlich als solide Person auf, es wird ihm nur gerade einfach alles etwas zu viel. Klar, dass es da Kollegen gibt, die sich gern für ihn in die Bresche stürzen, natürlich nicht ohne Hintergedanken.
Und Suchtprobleme eines anderen Kollegen werfen immer mehr Ungereimtheiten auf, die auch den Teamleiter nicht besonders gut dastehen lassen.
So springt die Geschichte mal hier und mal da hin, Generationsprobleme treffen sich mit Spielsucht, und es spielen sich einige Dramen ab. Aber es gibt auf jeden Fall auch erfrischende, witzige Situationen, die mich zum Schmunzeln und Lachen gebracht haben.

Locker und leicht geschrieben, witzig und "spritzig" wie die "Limonade", ein bisschen kriminalistisch und auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz, sogar Oma Rosi öffnet ihr Herz.

Nur das Ende war für meinen Geschmack etwas zu sehr im Telegrammstil, aber nun gut, irgendwann muss jede Geschichte mal ihr Ende haben.

Unterm Strich

Wer entspannte Unterhaltung sucht, wird hier enttäuscht, den entspannt geht es bei Benders keinesfalls zu. Aber Unterhaltung und Spaß, die sind Euch gewiss. Ansonsten trinkt doch einfach ein Glas "Limonade" dazu...

Die Autorin
Alice Golding wurde an einem Samstagnachmittag im Jahr 2008 beim Keller-Aufräumen von der Idee zu einer Geschichte überfallen. Seither hat sie sechs Romane und etliche Kurzgeschichten veröffentlicht.Das Schreiben ist zu einer Sucht geworden, von der sie nie wieder loskommen möchte.Sie lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in der Nähe von Frankfurt am Mai
Quelle:Alice Golding Autorenseite

Vielen Dank an Alice Golding, die mir dieses Ebook zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 2. März 2016

Gesammelte Schätze und Zitate im Februar 2016

Hallo Ihr Lieben,

wie sieht es aus? Habt Ihr viele Schätze ausgraben können? Während der Januar bei mir ja ein wahres Füllhorn an Schätzen ergab, war der Februar sehr zurückhaltend, aber leer geblieben ist das Kästchen trotzdem nicht.

Kathrin sammelt sie in der großen Schatztruhe und nun kommen auch meine dazu.

"Panthersommernächte" von Bettina Belitz
erschienen 02/ 2016 im Loewe-Verlag
Seite 130
„Unsere Berührung dauerte nur eine Millisekunde, eine Sternschnuppe innerhalb von Äonen, doch sie war meine kleine Ewigkeit, dich mich von nun an auf immer begleiten würde.”
Seite 157
„Hier geschah gerade so etwas wie ein Wunder, als wäre ich in ein Märchen gefallen, das all die Jahre auf mich gewartet hatte. Nur deshalb war es noch nicht geschrieben worden.”

Klein, aber fein, wie ich finde.

Und nun wünsche ich uns allen einen schönen März, besonders auf den Tag auf der Buchmesse freue ich mich sehr.

Liebe Grüße, Eure Petra
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